Mammographie (Brustuntersuchung)

Allgemeine Informationen
Welche Symptome können eine Mammographie notwendig machen?
Wie wird eine Mammographie durchgeführt?
Wie hoch ist die Belastung durch Röntgenstrahlung?
Mammographie in Kombination mit Ultraschall oder MRT


Allgemeine Informationen


Die Mammographie kann Veränderungen im Drüsen-, Binde- und Fettgewebe der Brust sichtbar machen. Roentgenordination Dr. Ulf Mayer FeldkirchenIn der Regel wird sie angeordnet, wenn der behandelnde Arzt kleine Knötchen und Verhärtungen tastet oder Entzündungen an der Brust aufgetreten sind und ein Brustkrebs ausgeschlossen werden soll.

Der große Vorteil der Mammographie besteht darin, dass sie auch Knoten sichtbar macht, die kleiner als ein Zentimeter sind, also vom Arzt nicht ertastet werden können. Im Röntgenbild lassen sich außerdem kleine Kalkherde (der so genannte Mikrokalk) abbilden. Solche Kalkherde sind z.B. Zeichen für Umbauvorgänge im Gewebe und können erste Hinweise auf eine bösartige Erkrankung sein.


Welche Symptome können eine Mammographie notwendig machen?

Jede auffällige Veränderung an der Brust sollte auch für Frauen, die sich gesund fühlen, ein Anlass sein, sich ihrem Arzt vorzustellen.

Auffällige Veränderungen sind:

  • - neu aufgetretene Knoten oder Verhärtungen in der Brust
  • - eine neu aufgetretene Größendifferenz der Brüste
  • - ein unterschiedliches Verhalten der Brüste beim Heben der Arme
  • - Einziehung der Haut an einer Stelle oder Einziehung einer Brustwarze
  • - Hautveränderungen einer Brustwarze
  • - einseitige wasserklare oder blutige Absonderungen aus einer Brustwarze
  • - eine plötzlich auftretende, nicht mehr abklingende Rötung einer Brust
  • - Knoten in der Achselhöhle



Wie wird eine Mammographie durchgeführt?


Der beste Zeitpunkt für eine Mammographie ist zwischen dem 5. und 10. Tag nach Beginn der Monatsblutung.
Damit die Brüste besser beurteilt werden können, wird jede Brust für die radiologische Untersuchung zunächst zwischen zwei strahlendurchlässigen Kunststoffscheiben flach zusammengedrückt.
Je stärker die Kompression desto aussagekräftiger ist das Röntgenbild. Wir gehen hierbei sehr vorsichtig und einfühlsam vor. Trotzdem kann die Durchführung einer Mammographie als unangenehm oder kurzzeitig schmerzhaft erlebt werden, z.B. abhängig von der Beschaffenheit der Brust und des Hormonstatus. Schäden treten durch diese mechanische Druckanwendung in keinem Fall auf.

Von jeder Brust werden zwei Aufnahmen in senkrecht zueinander stehenden Ebenen angefertigt, einmal von oben (craniocaudale Projektion) und einmal von der Seite (mediolateral/oblique Projektion). Es entstehen dadurch zweidimensionale Schwarzweißbilder die Fett-, Binde- und Drüsengewebe der Brust in unterschiedlicher Röntgendichte darstellen. Durch den Abgleich der beiden Bilder kann der Radiologe sich auch einen räumlichen Eindruck von der Lage einzelner Strukturen in der Brust machen.



Wie hoch ist die Belastung durch Röntgenstrahlung?


Die Mammographie ist mit einer recht geringen Belastung durch Röntgenstrahlen verbunden. Bei Anwendung moderner Verfahren beträgt die mittlere Dosis ca. 0,5 mSv (Millisievert). Zum Vergleich kann man sich an der natürlichen Strahlung orientieren, die aus dem Weltraum oder aus Gesteinen und natürlichen Gasen stammt. Allein in einem Jahr sind Menschen bei uns im Durchschnitt etwa 2-4 mSv ausgesetzt.

Die Belastung durch Röntgenstrahlung ist also weit geringer als das Risiko, eine etwaige Krebserkrankung nicht oder zu spät zu erkennen, insbesondere bei vorhandenen Symptomen oder bei über 50jährigen Frauen, bei denen Brustkrebs am häufigsten auftritt. Im Übrigen nimmt die Empfindlichkeit der Brustdrüse gegenüber Strahlenbelastung mit zunehmendem Alter ab. Dennoch sollte keine Aufnahme unnötig vorgenommen werden.



Mammographie in Kombination mit Ultraschall oder MRT


Ob es sich bei einer verdächtigen Stelle auf dem Röntgenbild tatsächlich um eine bösartige Erkrankung handelt, kann eine Mammographie oft nicht allein beantworten. In diesem Fall muss sie durch andere Untersuchungsverfahren ergänzt werden.

Nach der Röntgen-Mammographie ist häufig eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll. Mit ihr kann man vor allem mit Flüssigkeit gefüllte Cysten sehr gut erkennen und von soliden Knoten unterscheiden. Bei verdächtigen Befunden liefert der hoch auflösende Ultraschall mit Spezialschallkopf auch andere wertvolle Zusatzinformationen, allein gibt eine Ultraschalluntersuchung jedoch keine ausreichende Sicherheit zum Krebsausschluss.

Eine Kernspintomographie der Brust / MR-Mammographie gehört nicht zu den Routineuntersuchungen. Sie wird nur dann eingesetzt, wenn ein nicht eindeutiger Befund mit den anderen Methoden (Röntgen-Mammographie, Ultraschall) nicht abgeklärt werden kann. Wie der Ultraschall ersetzt die MR-Mammographie aber nicht die Röntgen-Mammographie. Die MR-Mammographie wird nur eingesetzt bei Spezialfragen der Rezidiv-Diagnostik (Ausschluss wiederkehrender Brustkrebsherde) und in wenigen anderen Sonderfällen bei schon vorliegenden Krebserkrankungen.

Ein krebsverdächtiger Befund in der Röntgen-Mammographie führt in der Regel zur Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) an der fraglichen Stelle und zur endgültigen feingeweblichen Diagnose (Hystologie). Danach richtet sich das weitere Vorgehen. Unsere Praxis führt Gewebeentnahmen nicht durch. Diese endgültige Abklärungsdiagnostik erfolgt über den überweisenden Arzt.