Die Durchleuchtung

Allgemeine Informationen
Ausscheidungsurogramm
Colon-Kontrasteinlauf
Veno-/Phlebographie
Magen-Röntgen
Schluckaktuntersuchung


Allgemeine Informationen


Die so genannten Durchleuchtungsverfahren gehören ebenfalls zum konventionellen Röntgen. Roentgenordination Dr. Ulf Mayer FeldkirchenSie beantworten spezielle Fragestellungen, sind oft mit der Gabe von Kontrastmitteln verbunden und benötigen etwas mehr Zeit. Hauptsächlich lassen sich damit Organbewegungen (Darmperistaltik, Atmung etc.) beschreiben und darstellen. Hierbei wird mit Hilfe einer Bildverstärker-Fernsehkette das Röntgenbild auf einem Fernsehmonitor sichtbar. So kann der Radiologe funktionelle Abläufe im Körper kontinuierlich beobachten.

Um bei der Durchleuchtung Hohlräume (Speiseröhre, Magen, Darm) darzustellen, ist die Einnahme eines nicht resorbierbaren Kontrastmittels (Bariumsulfat) erforderlich. Es schmeckt nicht unangenehm und wird vom Patienten in den darauf folgenden Tagen normal über den Darm ausgeschieden.

Bei der Untersuchung der Venen (Phlebographie) wird ein jodhaltiges Röntgenkontrastmittel in die Arm- oder Beinvenen injiziert, um diese auf dem Röntgenbild sichtbar zu machen. Beim Ausscheidungsurogramm wird ebenfalls ein jodhaltiges Röntgenkontrastmittel verwendet.



Ausscheidungsurogramm

Hierbei handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel zur Darstellung der Nieren und der ableitenden Harnwege gemeinsam mit der Harnblase. Dazu wird Kontrastmittel in eine periphere Armvene gespritzt, das in der Folge über die Nieren ausgeschieden wird und so die ableitenden Harnwege auf der Röntgenaufnahme sichtbar macht.

Ein Ausscheidungsurogramm soll überwiegend die Frage nach Nierensteinen und dadurch bedingte Abflussbehinderungen klären, zum Teil geht es bei der Untersuchung auch um die Ursachenerkennung für Blutungen aus dem Urogenitaltrakt.


Untersuchungsablauf

Vor Infusion des Kontrastmittels wird eine Röntgenaufnahme der Nieren angefertigt (so genannte Nierenleeraufnahme). Hierbei lässt sich feststellen, ob die eigentliche Untersuchung mit der Kontrastmittelinfusion durchgeführt werden kann. Sie dient ebenso dazu, eventuell vorhandene kalkdichte Steine zu erkennen. Zu viel Luft (Meteorismus) oder Kontrastmittelreste im Darm durch eine vorangegangene Röntgenuntersuchung erfordern manchmal die Verschiebung des Ausscheidungsurogramms auf einen späteren Tag.

Bei Durchführung der Untersuchung erfolgt die Infusion des Kontrastmittels in eine Armvene, was der Patient kaum spürt. Das Kontrastmittel gelangt über den Blutstrom zunächst in die Nieren und wird danach über die Harnwege ausgeschieden. Um diese beurteilen zu können, werden mehrere Röntgenaufnahmen in Abständen von etwa 5 bis 10 Minuten angefertigt. Ein Ausscheidungsurogramm dauert üblicherweise etwa 30 Minuten. Wenn der Abfluss einer Niere behindert ist, kann es aber auch mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Je nach Befund können auch zusätzliche Aufnahmen, Schrägaufnahmen oder andere Spezialaufnahmen (im Stehen, in Bauchlage oder nach dem Urinieren) notwendig werden, eventuell auch so genannte Spätaufnahmen, die bis zu 24 Stunden später angefertigt werden. zum Seitenanfang

Lokale Nebenwirkungen

Bei der Kontrastmittelinfusion in die Vene kann es an der Einstichstelle zu einem Bluterguss und in Einzelfällen zum Austritt des Kontrastmittels in den Arm kommen. Dies führt manchmal zu einer schmerzhaften Schwellung an der Punktionsstelle, die über Tage anhalten kann. Eine Behandlung ist selten erforderlich. Die Erscheinungen klingen in der Regel schnell und folgenlos ab. Lokale Infektionen an der Injektionsstelle sind extrem selten. Wir achten sehr genau auf die korrekte Lage des Venenzugangs. Falls Sie während der Kontrastmittelinfusion doch Schmerzen und eine Schwellung verspüren, verständigen Sie bitte sofort während der Untersuchung unser Praxis-Team.

Nebenwirkungen von jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln

Der behandelnde Arzt wird Sie vor der Untersuchung immer fragen, ob eine eventuelle Unverträglichkeit bei der Verwendung von jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln bekannt ist. Wichtig sind auch genaue Informationen über Erkrankungen der Schilddrüse, da die Kontrastmittel wegen des Jodgehalts eine eventuelle Überfunktion der Schilddrüse verstärken können. Die Kontrastmittelgabe beim Ausscheidungsurogramm darf ebenfalls nicht bei schweren Nierenfunktionsstörungen und Einnahme von bestimmten Medikamenten bei Diabetes erfolgen. In allen genannten Fällen führen wir das Ausscheidungsurogramm aus Sicherheitsgründen nicht durch.

Manchmal auftretendes Wärmegefühl während der Injektion des Kontrastmittels oder auch ein bitterer Geschmack im Mund sind eine normale Reaktion und klingen schnell wieder ab. In seltenen Fällen können nach Verabreichung des Kontrastmittels allergische Unverträglichkeitsreaktionen auftreten, die entweder durch das in der Substanz enthaltene Trägermaterial oder Jod ausgelöst werden. Meist handelt es sich dabei nur um eine Reaktion der Haut (z.B. Rötung, Quaddeln), die nach Gabe von schnell wirksamen Gegenmitteln schon nach kurzer Zeit wieder verschwindet.

Schwere Verlaufsformen der allergischen Reaktionen auf Kontrastmittel mit Beeinträchtigung von Kreislauf und Atmung (allergischer Schock) kommen äußert selten vor. Die Häufigkeit von schweren Nebenwirkungen wird in der medizinischen Fachliteratur mit 0,04% angegeben. Ca. 97% der Patienten haben überhaupt keine Nebenwirkungen nach Kontrastmittelgabe.

Nebenwirkungen sind in den letzten Jahren zunehmend seltener geworden. Zum einen wird durch den technischen Fortschritt der Geräte für die Untersuchung weniger Kontrastmittel benötigt, zum anderen sind die Präparate selbst immer besser verträglich.

Da schwere Komplikationen sehr selten auftreten, ist das Risiko der Untersuchung im Vergleich zum erzielten Nutzen sehr klein. Sollten Nebenwirkungen auftreten, steht ärztliche Hilfe sofort zur Verfügung.Mit der Röntgendurchleuchtung oder Fluoroskopie können neben der statischen Information über das durchleuchtete Gewebe vor allem dynamische Vorgänge im Körper sichtbar gemacht werden. Dies wird vor allem zu diagnostischen Zwecken verwendet, kann aber auch therapeutischen Zwecken dienen, wie beispielsweise bei der medikamentösen Blockade von Gelenken zur symptomatischen Schmerzbehandlung oder bei der Darstellung von Fisteln mit Einlage einer Abflussdrainage. Durchleuchtungsuntersuchungen werden primär dann durchgeführt, wenn spezielle Einstellungen entsprechend den individuellen anatomischen Verhältnissen nur unter optischer Kontrolle erfolgen können und wenn in Bewegung befindliche Objektstrukturen in bestimmten, optisch kontrollierbaren Bewegungsphasen abzubilden sind.



Colon-Kontrasteinlauf

Der Colon-Kontrasteinlauf dient der Darstellung des Dickdarmes. Er wird meistens als Doppelkontrastuntersuchung durchgeführt. Der Vorteil der Untersuchung besteht darin, dass die Beurteilung des gesamten Dickdarmes möglich ist und auch Darmbereiche eingesehen werden können, die für das Endoskop schwer zu passieren sind.

Die Methode wird von vielen Patienten als weniger belastend im Vergleich zu einer Darmspiegelung beschrieben. Sollte jedoch bei der Untersuchung ein auffälliger Befund entdeckt werden, kann hiervon keine Gewebeprobe entnommen werden. In diesem Fall muss eine Dickdarmspiegelung (Coloskopie) erfolgen, die aber nicht von Radiologen durchgeführt wird.


Untersuchungsablauf

Für den Colon-Kontrasteinlauf (Colon-KE) wird ein Kontrastbrei (dünner Bariumbrei) verwendet. Dieser gelangt im Liegen über den natürlichen Darmausgang oder in seltenen Fällen auch durch einen künstlichen Darmausgang in den Darm des Patienten, um den ganzen Dickdarm zu benetzen. Vor der eigentlichen Doppelkontrastdarstellung wird möglichst viel Kontrastmittel wieder aus dem Dickdarm entleert. Dann wird der Darm durch vorsichtiges Einblasen von Luft gedehnt . Der gesamte Dickdarm erscheint danach durchsichtig und komplett entfaltet auf dem Röntgenbild (Doppelkontrast).

Unter Durchleuchtungskontrolle fertigt der Radiologe dann Zielaufnahmen des Dickdarms in verschiedenen Körperpositionen an. Entzündliche oder tumorbedingte Veränderungen der Dickdarmwand lassen sich mit der Untersuchung überlagerungsfrei darstellen bzw. ausschließen.

Damit die Darmwand gut beurteilt werden kann, ist es erforderlich, den Darm vor der Untersuchung vollständig zu reinigen.

Nebenwirkungen

Selbstverständlich geht der Radiologe bei der Untersuchung so schonend wie irgend möglich vor. Komplikationen sind sehr selten. Theoretisch besteht das Risiko, dass Kontrastmittel durch eine Undichtigkeit der Darmwand aus dem Darm austritt. Dies kommt fast nur bei einem stark vorgeschädigten oder nach einer Operation noch nicht völlig ausgeheilten Darm vor. Wenn die Möglichkeit einer Perforation besteht, werden nur wasserlösliche Kontrastmittel verwendet.

Vor der Untersuchung werden Sie vom Radiologen über den Untersuchungsablauf aufgeklärt, auf mögliche Komplikationen und Risiken hingewiesen und über eventuelle Symptome oder Vorerkrankungen des Dickdarms befragt. Sollten auch die folgenden Punkte bei Ihnen zutreffen, sollten Sie dies im Aufklärungsgespräch unbedingt ansprechen:
- Sie leiden an einem Glaukom (Grüner Star)
- in den letzten Tagen und Wochen wurden bei Ihnen Darmoperationen oder Eingriffe durchgeführt
- Sie haben akute Bauschmerzen oder Bauchkrämpfe

Ein Colon-Kontrasteinlauf mit Bariumsulfat darf nicht durchgeführt werden:
- bei Ileus/Subileus, Darmverschluss
- bei einem toxisches Megacolon
- bei pseudomembranöser Colitis
- bei einer kurz zurückliegenden rektalen Biopsie (Gewebeentnahme) bis 7 Tage vorher mit einem starren Sigmoidoskop. Biopsien über ein flexibles Endoskop stellen keine Kontraindikation dar.



Veno-/Phlebographie der Beinvenen

Mit der Phlebographie ist eine sehr genaue Darstellung der Venen und ihrer Klappen möglich. Blutgerinnsel (Thrombosen) oder Venenveränderungen nach früherer Thrombose können sicher erkannt werden. Vor einer Krampfaderoperation kann die Phlebographie die Ursache für die Krampfaderbildung darstellen und den operieren Arzt später bei der Venenoperation leiten.

Die mögliche Untersuchung der Venen durch farbcodierte Dopplersonographie (FKDS) wird in meiner Praxis nicht angeboten.



Magen-Röntgen

Diese klassische Durchleuchtungsuntersuchung kann Magengeschwüre, Refluxerkrankungen, Passagebehinderungen oder Tumorerkrankungen sichtbar machen. Sie hat aber heute an Bedeutung gegenüber der Endoskopie (Magenspiegelung) verloren, durch die sie oft ersetzt wird. Endoskopien führen wir in unserer Praxis nicht durch.



Schluckaktuntersuchung (videodokumentiert)

Die Kontrastmitteldarstellung der Speiseröhre (Ösophagusbreischluck) dient der Abklärung von Passagebehinderungen von Nahrung oder von unklaren Schmerzzuständen im Brustbereich. Sie kann entzündliche oder tumoröse Engstellungen, Verlagerungen oder krankhafte Ausbuchtungen (Divertikel) sichtbar machen.

Die Untersuchung wird unter Videodokumentation durchgeführt und die Videoaufnahmen im Anschluss an die Untersuchung ausgewertet.

Hypopharyngogramm

Bei dieser Untersuchung handelt es sich um das Doppelkontraströntgen des Rachen-/Schlundbereichs. Sie dient der Abklärung von Passagebehinderungen von Nahrung oder von lokalen Schmerzzuständen und kann Engstellungen, Verlagerungen, krankhafte Ausbuchtungen in der Region (Divertikel) oder Tumorerkrankungen sichtbar machen.



Röntgen-Phlebographie, Bein

Die Phlebografie ist ein röntgendiagnostisches Untersuchungsverfahren zur Beurteilung der Venen.


Untersuchungsablauf

Da sich Venen im Röntgenbild nicht vom Umgebungsgewebe abgrenzen lassen, wird bei der Veno-/Phlebographie ein jodhaltiges Kontrastmittel verwendet. Je nach zu untersuchendem Bereich wird das Kontrastmittel langsam in eine Vene des Fußrückens eingespritzt, wodurch diese im Röntgenbild sichtbar wird.

Das Kontrastmittel verteilt sich innerhalb kurzer Zeit in den Venen des Beines. Unter eingeschalteter Röntgenröhre (Durchleuchtung) beobachtet der Arzt den Abfluss des Kontrastmittels in Richtung Herz auf dem Kontrollmonitor. Im geeigneten Moment werden Röntgenzielaufnahmen einzelner Venenabschnitte gemacht. Um eventuelle Venenklappenfehler zu erkennen, werden Sie während der Untersuchung zu mehreren Atemmanövern aufgefordert. Der Untersuchungsbefund wird auf mehreren Röntgenaufnahmen festgehalten. Erweiterte Venenabschnitte, Gefäßverschlüsse oder Gefäßeinengungen sind darauf in der Regel gut zu erkennen.

Eine besondere Vorbereitung für die Untersuchung ist nicht notwendig. Bandagen und Kompressionsstrumpfe müssen vorher abgelegt werden. Eine Schwangerschaft oder Verdacht auf Schwangerschaft sollte vor Beginn der Untersuchung unbedingt ausgeschlossen sein.

Nach der Untersuchung wird die Nadel entfernt und die Einstichstelle mit Pflaster versorgt. Röntgen Phlebographie, Unterschenkel

Lokale Nebenwirkungen

Da wir sehr dünne Kanülen verwenden, merken Sie außer dem Einstich nichts von der Kontrastmittelgabe. Eine geringfügige Reizung der Einstichstelle ist möglich. In Einzelfällen kann es während der Kontrastmittelinfusion in die Vene zum Kontrastmittelaustritt an der Injektionsstelle kommen. Dies führt manchmal zu einer schmerzhaften Schwellung, die über Tage anhalten kann. Eine Behandlung ist selten erforderlich. Die Erscheinungen klingen in der Regel schnell und folgenlos ab. Extrem selten entsteht daraus eine oberflächliche Venenentzündung oder ein Venenverschluss. Wir achten sehr genau auf die korrekte Lage des Venenzugangs. Falls Sie während der Kontrastmittelinfusion doch Schmerzen und eine Schwellung verspüren, verständigen Sie uns bitte sofort.

Nebenwirkungen von jodhaltigen Kontrastmitteln

Der Radiologe wird Sie vor der Untersuchung immer fragen, ob eine eventuelle Unverträglichkeit bei der Verwendung von jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln bekannt ist. Wichtig sind auch genaue Informationen über Erkrankungen der Schilddrüse, da die Kontrastmittel wegen des Jodgehalts eine eventuelle Überfunktion der Schilddrüse verstärken können. Die Kontrastmittelgabe bei einer Veno-/Phlebographie darf bei schweren Nierenfunktionsstörungen und Einnahme von bestimmten Medikamenten bei Diabetes ebenfalls nicht erfolgen. In allen genannten Fällen führen wir die Veno-/Phlebographie aus Sicherheitsgründen nicht durch.

Manchmal auftretendes Wärmegefühl während der Injektion des Kontrastmittels oder auch ein bitterer Geschmack im Mund sind eine normale Reaktion und klingen schnell wieder ab. In seltenen Fällen können nach Verabreichung des Kontrastmittels allergische Unverträglichkeitsreaktionen auftreten, die entweder durch das in der Substanz enthaltene Trägermaterial oder durch das Jod ausgelöst werden. Meist handelt es sich dabei nur um eine Reaktion der Haut (z.B. Rötung), die nach Gabe von schnell wirksamen Gegenmitteln schnell wieder verschwindet.

Schwere Verlaufsformen der allergischen Reaktionen auf Kontrastmittel mit Beeinträchtigung von Kreislauf und Atmung (allergischer Schock) kommen äußert selten vor. Die Häufigkeit von schweren Nebenwirkungen wird in der medizinischen Fachliteratur mit 0,04% angegeben. Ca. 97% der Patienten haben überhaupt keine Nebenwirkungen nach Kontrastmittelgabe.

Nebenwirkungen sind in den letzten Jahren zunehmend seltener geworden. Zum einen wird durch technischen Fortschritt der Geräte für die Untersuchung weniger Kontrastmittel benötigt, zum anderen sind die Präparate selbst immer besser verträglich.

Da schwere Komplikationen sehr selten auftreten ist damit das Risiko der Untersuchung im Vergleich zum erzielten Nutzen sehr klein. Sollten Nebenwirkungen auftreten, steht ärztliche Hilfe sofort zur Verfügung.